Bloggen

Blogstöckchen von @moepern (auch verspätet)

Wie lang waren deine Haare, als du 17 warst?

Ich habe sie, kurz bevor ich Amerika verließ, nochmal ein Stück abschneiden lassen. Sie waren wohl so Schulterblattlänge, vielleicht auch etwas länger. Danach hab ich sie fast nur wachsen lassen, bis meine Mutter mich zum Friseurbesuch verdonnerte, wo eine liebenswerte Tucke mir „Stufen“ andrehte. Lieber Friseure: Aber Schulterlänge sind Stufen für’n Arsch.
Wann (Alter) und warum hast du dich entschieden, das zu studieren, was du studiert hast?

Kann ich gar nicht sagen. Ich wollte alles werden. Polizistin, Tierärztin, Richterin, Ärztin. Und dann hab ich in Amerika ein Herz seziert, diverses Viechzeuch bis hin zu einer Ratte. Das fand ich ziemlich cool. Als ich mich dann irgendwann entscheiden musste wurde es eben Biologie. ^^
Bist du Arbeiterkind, Akademikerkind, Mixed oder was anderes? Hat das Auswirkungen auf dein Benehmen anderen gegenüber oder bist du “Habituschamäleon”?

Meine Mutter kommt aus einer Bauernfamilie vom Dorf, mein Vater ist der Inbegriff des Bildungsbürgertums. Geprägt hat es mich sicherlich. Bildung war bei uns das wichtigste. Das höchste Gut. Da mein Opa im Krieg alles verlor – auch seine Doktorurkunde – brachte er die Familie von damals 3 Kindern zum einen mit seinem Wissen über Pflanzen durch, indem er wusste was essbar war, und einer seiner Kollegen bestätigte seine Person und so konnte er wieder als Chemiker arbeiten.
Republica oder CCC? Oder beides? Oder keines?

Ich war bislang nur auf dem CCC. Es war ziemlich geil. Man riet mir von der Republica ab. Zumal die ja an Arbeitstagen stattfindet. Das finde ich ziemlich bescheuert. Ich würde also den C3 bevorzugen. Wenn man mich mal zu einem Vortrag auf der Republica einläd schau ich mir die auch mal an. 😉

Ich gebe mal weiter an

@vrouwelin,

@nett_

@laiza272,

@horatia_aubrey

@BeckiSchnubiiii

Und zwar mit diesen Fragen:

Was bereust du?

Wenn du ein Comic Charakter sein könntest, welcher wäre es? (Genre egal, aber es muss gezeichnet sein)

Welche Musik hast du vor, während und nach deiner Pubertät gehört? Welches ist die peinlichste Band und mit welcher kann man sich auch heute noch sehen lassen?

Was trägst du als Schlafanzug?

Für alles andere gibt es MasterCard

Ich war gefragt worden, ob ich nicht Zeit hätte mit zwei Karriereberaterinnen eines schwedischen Instituts zu reden. Sie hätten vor einer Weile ein Blogging-Projekt dort gestartet. Von der Einladung her klang es so, als wollten sie meine Erfahrungen zum Bloggen hören. Aber eigentlich bewarben sie nur ihr Projekt damit wir es hier auch machen. Worüber ich natürliche keine Entscheidungsgewalt habe. Ich weiß nichtmal, ob man möchte dass ich das Projekt mit aufbaue.

Ja, aber wieso kam ich eigentlich zum Bloggen? Also, als Science Blogger, was nicht selbsttherapeutisch ist und daher vor sich hin schlummert?

Ich hatte mal einen Mitbewohnerin, deren Freund immer die neuesten Gadgets hatte. Er hatte als erstes den ich kannte das erste iPhone und das erste iPad, direkt nach dem Verkaufstart. Er war aber ebenso Student. Ich fragte ihn mal woher er den ganzen Kram hatte. Er sagte er blogge über Technikkram und die Hersteller würden ihm dann Sachen zum Testen zuschicken. Das war das erste mal, dass ich hörte, das Blogs für etwas anderes verwendet wurden als weinerliche Tagebücher.

Die Idee lag lange brach. Sehr lange. Bis meine Podcasthörgewohnheiten ein bisschen mehr in den Bereich Eso-Busting abschweiften und ich erkannte, welche Gefahr in diesen Falschinformationen lag. Ich erinnerte mich an einen Satz des werten Sir Terry Pratchett: „Eine Lüge geht um die Welt bevor die Wahrheit ihre Schuhe angzogen hat.“ Das ist unglaublich wahr. Und die einzige Chance ist es, die Menschen zu erreichen bevor die Lügen überhaupt erst aufkamen. Das ist natürlich ein sehr, sehr hohes Ziel und ich gehe nicht davon aus es zu erreichen. Ich möchte nur ein kleines Rädchen dabei sein.

Es folgten viele weitere Gedanken dazu. Und es folgten schwere Zeiten. Es lief weder privat gut noch auf der Arbeit. Obwohl ich mir bei beidem je ein Bein ausriss, in etwa so Stunden schob wie jetzt, trat ich auf der Stelle.

Irgendwann fiel ich vom Pferd. Ich ging zu dieser Zeit noch Reiten. Das Pferd stolperte, wir legten uns beide in den Dreck. Ich entging nur um Haaresbreite den Hufen, hatte geprellte Rippen und mal wieder einen kaputten Fuß.

Das war der Moment an dem ich von meinem Leben ein Stück Abstand nahm, es überdachte, analysierte. Das sollte man sowieso immer mal wieder tun. Ich sprach mit ein paar Menschen wie das so mit Webhosting geht. Und klickte mir eine Domain. Und begann einfach. Das sollte man auch ab und an einfach tun.

All das tolle Feedback, das Interesse… das ist Gold wert. Das gibt meine Arbeit nicht her.

Und die tollen Menschen erst, die ich dadurch kennenlernen durfte, die sind unbezahlbar.

T-17