Haare

Rapunzel

Nach dem Rant gestern – und dem recht tiefen Einblick in meine Seele – heute mal ein Thema was einfach Seelennahrung ist.

Ich wurde gefragt weshalb ich lange Haare habe, wenn ich sie doch eh immer hochgesteckt trage.

Im Uni- und später im Laboralltag waren hochgesteckte Haare einfach nötig und da machte es keinen Sinn sich zwischendurch noch einmal umzufrisieren. Auch wenn Alltagsfrisuren bei mir nicht mehr als eine Minute dauern dürfen und normalerweise nur zehn Sekunden dauern. Das hat sich alles mit der Entdeckung von Haarstäben, Forken, Flexis und speziell-für-lange-Haare-Haarspangen ergeben. Das gibt es leider nicht in der Drogerie um die Ecke zu kaufen und auch die meisten anderen Läden bieten nur Mist an, der für einen Meter mit 10 cm Umfang an der Zopfbasis einfach zu klein ist.

Die meisten Haarsachen habe ich im Internet bestellt oder auf Mittelaltermärkten gekauft. Holz muss es sein oder Metal. Manchmal auch Knochen. Plastik gibt früher oder später nach. Ich habe eine ganze Kiste voller Kram und ich bin mir sicher wenn ich mal aufräume finde ich an diversen Orten noch mehr.

Das zum Frisieraufwand. Ich kann natürlich auch aufwendigen Kram. Das ist dann aber was besonderes.

Bei der Pflege sind lange Haare natürlich etwas anders. Ich versuche selten zu waschen. Momentan wasche ich alle 5-6 Tage, dann ist es aber auch bitter nötig. Im Sommer wasche ich auch mal jeden zweiten Tag. Früher habe ich jeden Tag gewaschen, bei vergleichbarer Länge. Da war das auch immer bitter nötig. Der Grund war, dass ich viel Geld für teures Shampoo bezahlt habe. Was der letzte Rotz ist. Denn die wollen einfach dass das Haar am nächsten morgen scheiße aussieht damit sie mehr verkaufen.

Teure Shampoos sind Müll. Allesamt. Manche sind vielleicht okay, aber dann sind sie zu teuer. Nehmt euch ein einfaches billiges Shampoo ohne Schnickschnack. Sensitiv Shampoos sind da ganz gut. Ich werde hier nichts zu den Inhaltsstoffen sagen, nur soviel: je weniger desto besser. Ihr wollt Wasser, Tenside, Rückfetter und ein bisschen Salz. Und das Shampoo brauch nur auf die Kopfhaut. Deshalb verbrauche ich vielleicht eine Flasche Shampoo alle vier bis sechs Monate.

Der Vorteil ist, das die Haare mit den, meistens silikonfreien, billigen Shampoos schneller trocknen, auch ohne Fön und sich weniger Frizz bildet. Das Silikon verklebt dann auch nicht die Kopfhaut und sie fettet nicht so schnell nach. Das Problem ist, dass dann jegliche Haarschäden sichtbar werden. Dafür ist es nämlich da. Es verklebt die Haare damit sie gesund aussehen. Wer durch diese Realität nicht durch will kann für die Längen (nur. für. die. Längen.) einen Conditioner mit Silikonen verwenden. Ich benutze aber seit Jahren proteinbasierte Spülungen. Hier funktionieren aber auch die billigen. Die Proteine erfüllen den selben Zweck, aber weniger stark und sie lassen sich einfacher auswaschen. Sie sind auch keine Filmbildner und das Wasser kann so auch aus den Haaren leichter wieder raus.

Warum erzähle ich euch das? Weil es heißt, dass meine Haarpflege unglaublich unkompliziert ist. Ich wasche die Kopfhaut, ich schmeiße eine Spülung in die Längen, dann spüle ich alles aus, lasse sie für eine Weile im Handtuch und lege mich dann mit einem locker geflochtenen Zopf schlafen. Sie sind dann am nächsten Morgen ganz leicht kämmbar, trocken und fluffig.

Ich kenne eigentlich niemanden der/die so wenig Zeit in die Haare investiert und der keine Glatze hat.

Wenn ihr darüber mehr wissen wollt sagt Bescheid, ich kann da stundenlang erzählen. 😉

T-21