iPod

iEnd

Wieder geht eine Ära zu Ende. Gut drei Jahre war er immer ganz nah an meiner Seite aber bald werden wir uns trennen. Zum ersten Mal spüre ich dabei ein bisschen Wehmut.

Ich rede von meinem iPod. Ich mag Apple-Produkte ja nicht sonderlich, aber die iPods sind klasse. Waren sie schon immer. Alleine um diese Geräte benutzen zu können verwende ich auch iTunes.

So ziemlich am Beginn meines Studiums bekam ich einen iPod Nano geschenkt. Ein kleines, nichtmal scheckkartengroßes Ding, das meine Welt nichtsdestotrotz verändert hat. Ich trug ihn fortan immer mir mir. Fünf Jahre lang. Ich lud die ersten Podcasts, größtenteils Radiosendungen, runter und hörte sie „On the Go“. Ich formatierte Hörbücher um, nur damit der iPod sie als Hörbuch erkannte.

Als ich dann in Amerika war und ein wenig Geld übrig hatte, kaufte ich seinen Nachfolger. Den ersten iPod Touch. Der nur etwas über ein Jahr hielt, danach war ein Wackler in der Kopfhörerbuchse. Aber ich war vom Konzept begeistert. Ein MP3-Player, wie ein Smartphone. Mit Spielen, mit Apps, mit Messengern. Ich glaubte, dass ein iPod reichen würde und mich noch eine Weile vor diesen komischen Smartphones bewahren würde. Ich hatte allerdings die Rechnung ohne die deutsche Störerhaftung gemacht, die es schlicht unmöglich machte, in Deutschland freie WLANs zu finden. Ganz im Gegensatz zu Amerika.

Ich kaufte einen neuen iPod Touch, die dritte Generation. Mit Kamera und so, Ich bin gerade eben durch die Bilder gegangen: knapp 150 sind es in etwas mehr als 3 Jahren geworden… Auch die Messengerfunktion habe ich kaum genutzt. Irgendwann kam ja dann auch mein Smartphone. Aber mit dabei hatte ich auch dieses Gerät. Immer. Zu einem Großteil höre ich mitterweile Podcasts und ja, ich mache das immer noch separat von meinem Handy. Ich möchte ein kleines, handliches Gerät mit viel Akku für mein Hörerlebnis.

Podcasts sind gerade in der Biologie wirklich ein Segen. Ich sitze manchmal 2, 3 Stunden vor einem Gerät und mache absolut gehirnfreie Arbeit. Zumindest geht man dann geistig nicht total ein.

Seit einem Jahr machen aber die Apps eine nach der anderen schlapp. Unter anderem auch Instacast. Sie reagiert träge, es gibt keine Updates mehr, sie ist langsam und nervig geworden. Und seit fast zwei Wochen besitze ich einen neuen iPod 5. Seit einer Woche ist er auch bei mir und wartet auf seinen ersten Einsatz. Es fehlt aber noch die Schutzhülle, die ich Dämlack nicht gleich mitbestellt habe.

Ich hardere auch ein bisschen, mir den iPod nur deswegen gekauft zu haben, weil mir der alte zu langsam wurde. Ich sehe ein, dass es bescheuert ist. Aber für meinen Seelenfrieden brauchte ich das, weil mich die Warterei rasend gemacht hat. Sogar mein alter Nano funktioniert noch einwandfrei. Meine Schwester benutzt ihn nun.

Es ist ein bisschen ein Verrat. Den alten, mir treu ergebenen iPod zugunsten eines neueren in Rente zu schicken. Ja, ich habe tatsächlich diesen Gedanken. Was hat er nicht alles miterlebt? Wer hat ihn nicht alles in der Hand gehabt?

Und somit geht eine Ära zu Ende.

Raum für Neues.

Advertisements

Was muss das muss.

In 14:50; 30 mg Buscopan, 600 mg Ibuprofen, 20 mg Pantoprazol

Es ist weiterhin Wochenende. Sonntag. Draußen regnet es, das macht es etwas angenehmer, auch wenn es die Stimmung drückt. Dann hab ich noch meinen iPod verloren und kurze Zeit gedacht die Welt ginge unter. Ich war nichtmal in der Lage mein Handy korrekt zu bedienen:

Ich habe außerdem die Fibroblasten kurzzeitig ins falsche Medium geschmissen. Das mag aber auch an den Schmerzmitteln liegen. Heute ist ein Tag wo ich gerne in Fötushaltung im Bett liegen geblieben wäre. Aber ich muss ja irgendwie weitermachen.

Den Ipod habe ich wiedergefunden. Der hatte sich nur sehr gut versteckt. Und die Fibros kann man schnell abzentrifugieren, bevor sie überhaupt merken dass sie kein Choleratoxin vertragen. Alles wieder gut.

Out 18:37